Heimatmuseum Dohna, Am Markt 2, Dohna
Freitag, den 20. Januar 2012, Beginn 19.00
Von Dohna über das Elbtal nach Anatolien Eine Reise zu den steinzeitlichen Anlagen am Göbekli Tepe
Vortrag von Matthias Rummer
Steinzeitliche Funde sind im Gebiet der Stadt Dohna eine Seltenheit. Die wenigen bekannten Stücke verweisen auf Siedlungen der bandkeramischen Kultur, wie sie auch in der Dresdener Elbtalweitung nachgewiesen wurden. Hier finden sich auch Reste erster dörflicher Strukturen aus der Zeit um 5500 vor Christus. In dieser als Jungsteinzeit bezeichneten Epoche begannen Menschen damit, ihre Lebensweise vom Jäger und Sammler auf ein mehr sesshaftes Leben, geprägt von Ackerbau und Viehzucht, umzustellen. Doch woher kamen die Impulse für diesen Wandel ?
Seit 1995 gräbt das Deutsche Archäologische Institut in Zusammenarbeit mit dem Museum Sanliurfa ein steinzeitliches Bergheiligtums auf dem Göbekli Tepe aus, gelegen im Südosten der Türkei. Die monumentalen Anlagen aus bearbeitetem Kalkstein sind bis zu 12.000 Jahre alt. Sie weisen Darstellungen von Wildtieren, Menschen und Symbolen auf, deren Bedeutung noch nicht völlig geklärt ist. Auch das Fundspektrum mit großen Mengen an Steingeräten, Tierknochen und Kleinplastik zeugt von verschwenderischer Fülle. Damit ergeben sich ganz neue Einsichten in Kultur und Fähigkeiten der damaligen Menschen. Matthias Rummer konnte mehrfach als Schnittleiter an den Ausgrabungen teilnehmen und berichtet über seine Eindrücke.
Infos bei der Museumsleiterin Dipl. Päd./Museologin Eva-Maria Lohberg,
Tel.: (0 35 29) 51 26 28
Text, Quelle vom Referenten

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