Mittwoch, 6. April 2011
Dohna: zwei Stadtbrände vor 400 Jahren, erweitertes Marktrecht vor 390 Jahren
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Textquelle, C. Bartsch
Kurfürst Johann Georg von Sachsen verlieh der Stadt Dohna am 8. März 1621 das Vorrecht über zwei jährliche Jahrmärkte. Ein Grund dafür war, dass Dohna damals unter anderem durch die vergangenen Stadtbrände wirtschaftlich nicht besonders gut aufgestellt war: "in Ansehung dieses Städtleins äußersten Unvermögens und Verderbens, darein es durch nunmehr in kurzer Zeit zu drei unterschiedlichen malen erlittenen großen Brandschaden und darauf erfolgte geschwinde Teuerung und Missernten" sollte es wirtschaftlich gestützt werden, so der Kurfürst. Die Unglücksereignisse waren diese:
1578 fiel etwa 50% der Häuser einem Stadtbrand zum Opfer. Dohna bestand damals aus "96 Hof- und Feuerstätten".
1608: 12. Dezember 1608, zwischen 7 und 8 Uhr abends brach ein Feuer im Haus von Valentin Bock aus. Das Feuer vernichtete insgesamt 45 Wohnhäuser, 31 Scheunen, das Hospital und das Brauhaus mit allen Vorräten. Vier Personen waren im Feuer erstickt und das Kind von Georg Frank in den Flammen umgekommen. [Die Schadenshöhe ist mit 1578 vergleichbar]
1611: Vor 400 Jahren, am 24. Februar 1611 [Sonntag Okuli] während der Frühpredigt brach in der Scheune von Jonas Naumann ein Feuer aus, dem 8 Wohnhäuser und 9 Scheunen.
1611: Am 24. Juni 1611, nachmittags zwischen 1 und 2 Uhr während der Vesperpredigt, brannte die Scheune von Valentin Pfeifer. Die letzten beiden Brände hatte eine Magd, Christine Treffskorn aus Zuschendorf gelegt, aus Rache gegen ihre Dienstherrin, so die Quellen. Die fünfzehnjährige [angebliche] Brandstifterin wurde am 30. August 1611 in Pirna enthauptet und verbrannt.
1613 Pest in Dohna
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