Bilderserie
Hatte ich im letzten Blogbeitag erwähnt, das Dohna nun mit dem Katharina-Denkmal ein neues Postkartenmotiv besitzt, so hat dieses Spätwerk des Realsozialismus nun auch eine kleine Anekdote aufzuweisen, die durchaus erzählt werden muss, um den Sinn des Denkmals wirklich besser zu verstehen. Ich bin darauf erst aufmerksam geworden, als ich einen der Stadträte befragte [welcher bei der vorgestrigen Denkmaleinweihung dabei war], weil mir die Inschrift im Zusammenhang mit der Dohnaer Mittelaltergeschichte nicht ganz klar war:
INTOLERANZ IST GEGEN ALLE VERNUNFT
[Es folgen nun meine persönlichen Recherchen und Ansichten] - mit dem ursprünglichen Auftragswerk haben diese Worte nichts zu tun, sondern mit folgender Begebenheit. Das Bildhauerwek war vor der Aufstellung auf dem eingezäunten Kahlbusch-Gälende kurzzeitig abgesetzt. Hier auf dem Dohnaer Kahlbusch hat der städtische Bauhof ein Materiallager. Doch hier, wie das Leben halt so spielt, wurde das Kunstwerk wärend seiner Zwischenlagerung leider beschädigt. Am wahrscheinlichsten ist die These, dass ein Nutzer des Bauhofgeländes beim Zurückstoßen mit einem Baufahrzeug den Kopf eines der Kinder Katahrinas skarpierte. Der Täter, um seine ungeschickte Tat zu vertuschen, beseitigte daraufhin die Spuren - auch den Kopf des Kindes. Das ist der vermutliche Tathergang, den wohl auch insgeheim** die meisten der Dohnaer Stadträte vermuten.
Allerdings der Künstler sah dies nicht so. Für ihn war die Köpfung des Kindes keine Zufallstat und auch kein mystisches Ohmen, welches nach diesen vielen Jahren vielleicht auf die Todesart des Kindsvater Jeschke wies, oder auf den gewaltsamen Tod der Burggrafenkinder selber. Man sah den entfernten Kopf als einen geplanten Anschlag gegen die Kunst und das im harmlosesten Falle. Intoleranz gegen die Kunst will also diese neue Inschrift bekämpfen und so wurde das Denkmal im Sinne umgewidmet und ist nun ein Denkmal für den Künstler selber? Ob so oder so, wer kann das jetzt noch nachprüfen es könnte auch anders gewesen sein. Der steinerne Knabe erhielt jedenfalls aus Protest als Kopfersatz einen roten Steinquader auch Rochlitzer Porphyr und es ist durchaus möglich, dass ein geheimer Gegner des Denkmal-Projektes in unserer Stadt wohnt und schläft. Jeden Tag könnte er dir etwa im Penny-Markt begegnen. Ist das nicht unheimlich? Welch schaurig-schöne Geschichte :-)
** insgeheim, weil man mit Milde die Änderungen am Auftragswerk toleriert, die eigentlich dem usrsprünglichen Sinn des Denkmals widersprechen ;-)
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Freitag, 22. April 2011
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1 Kommentare:
friedhofsbilder hier: www.channel666.blogspot.com
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