Montag, 18. April 2011
das Katharinen-Denkmal von Werner Rauschhardt
eCard Bilderserie
das Bild
Das ist das Denkmal des Bildhauers Werner Rauschhardt, der auf bild.de im Ferbsuar 2010 zitiert wurde „1988 sollte ich für die Stadt Dohna ein Denkmal von der Burggräfin Katharina aus dem 14. Jahrhundert in Sandstein meißeln. Es sollte zu Dohnas 950-Jahrfeier (1990) aufgestellt werden. Als es 1989 fertig war, wollte es keiner mehr haben“, so der Künstler. > Zwar bekam der Steinhauer seine Arbeit bezahlt (in Ostmark), aber abgeholt wurde die 1,50 Meter große Figur nie. Angeblich war kein Geld für den Transport da, später äußerte man Desinteresse. „Da die Kommunisten den Auftrag ausgelöst hatten, wollte man die Statue nicht mehr haben“, erinnert sich Rauschhardt.< [www. bild.de 05.02.2010]
Es war tatsächlich wohl auch so, dass der damalige Bürgermeister Friedhelm Putzke über die Forderungen des Künstlers etwas pikiert war, denn letzterer erhob nach meinen Recherchen seinerzeit [kurz nach der Wende] zusätzlich zum Aufbau eine recht hohe Summe für die "Reinigung" des Steindenkmals, obwohl vor der Wende 1989 die Stadt Dohna alle Kosten bis zum Aufbau komplett bezahlt hatte. Tatsächlich ist auch eine "Steinreinigung" unüblich, denn ein steinernes Denkmal ist eigentlich erst dann perfekt, wenn Wind und Wetter eine so genannte Patina auf dem Stein hinterlassen haben. Diese Steinpatina wieder zu entfernen ist absoluter Blödsinn, das werden die meisten Bildhauer wohl bestätigen können.
Aber sei es drum, nun steht die Plastik auf dem Dohnaer Marktplatz und wir haben ein neues Postkartenmotiv. Das Kunstwerk selber ist absolut ok und ebenso der Platz, der gefunden wurde. Die Plastik kann gut gesehen werden und ist doch nicht dominant gegenüber dem Fleischerbrunnen. Das Thema des Werkes - "Intoleranz ist gegen alle Vernunft".
Das Denkmal erinnert an die mittelalterliche Dohnaer Geschichte des Machtkampfes der Dohnaer mit den Wettinern [ Dohnaischen Fehde von 1385 bis 1402], explizit an die Ehefrau des Burggrafen Jeschke Katharina geb. von Weida und an ihre Söhne Nicolas und Jeschke II , sowie an den erschlagenen Ritter Janus Daniel. Zum geschichtlichen Hintergrund werde ich sicher noch mal recherchieren. Obwohl man auch sagen muss, das derartige Mittel und Methoden in der damaligen Oberschicht nichts außergewöhnliches waren.
Labels:
Katharinadenkmal,
Zeitgeschichte
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)

0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen