Man sagt ja: "betroffene Hunde bellen" und der volksweise Spruch scheint im aktuellen Dohnaer Medienspektakel bestätigend zuzutreffen.
Da gab es am Dienstag, den 15. Juni 2010 in der SZ die Schlagzeile "Dohna gibt mehr Geld aus als geplant". Am Freitag, den 18. Juni 2010 folgt dann, recht umfangreich die erklärende Erklärung des Bürgermeisters dazu, aber sicher ungewollt mit Negativ-Steigerung in der SZ-Schlagzeile: "Dohna hat sich finanziell übernommen". Die letztere Textübeschrift trifft unsere Dohnaer Finanzverfassung wohl am besten.
Ich möchte das nicht inhaltlich wiedergeben, es kommt jeder an die entsprechenden Zeitungs-Ausgaben ran und kann es selber nachlesen. Außerdem sprechen die Schlagzeilen für sich. Nur einen Gedanken möchte ich aufgreifen:
Die Kritik von Stadtrat Fischer [FDP], welche von der SZ so formuliert wurde: "die im Rathaus haben keine Ahnung ..." richtet sich wohl weniger an die Rathaus-Mitarbeiter, sondern mehr an Bürgermeister Müller, der ja auf der Stadt-Homepage seine Aufgaben dem Leser klar beschrieben hat *** dort bezeichnet er sich selber als "Dienstvorgesetzter aller Beschäftigten der Stadt Dohna" und weist im SZ-Bericht vom 15. Juni rhetorisch geschickt die "Schuld" von sich - letztlich auch auf seine Mitarbeiter.
Die Wirklichkeit ist: das Problem sind doch gar nicht Fehler der Verwaltung [die gemacht werden dürfen] und auch nicht das [vermutlich anfangs bewußt verschwiegene] Schimmelpilz-Problem im Dohnaer Kindergarten erklärt die "geplünderten" Millionen, die Dr. Müller mit seiner Dohnaer quasi CDU-Linken-Grünen-SPD-Fraktion zu verantworten haben.
Seit zwei Jahren wenden sich Freie Wähler und FDP Monat für Monat gegen die verschwenderische und nur bis zur nächsten Kommunalwahl denkende Haushaltpolitik von Dr. Müller. Die FW-FDP-Stadträte wurden in den letzten Ratssitzungen von den restlichen Parteien schon abfällig belächelt und als ständige Nörgler zwangsweise geduldet [Ablehnung des neuen Kindergartenbaues in Röhrsdorf]. Wenn es in der SZ-Schlagzeile heißt. "Dohna hat sich finanziell übernommen" - dann muss ich trotzdem ergänzen: nicht Dohna hat sich übernommen, sondern die Stadträte von CDU, Die Linke, SPD und Grüne. Auch wenn es sich jetzt im Zeitungsartikel der Stadtrat der Grünen "besorgt" äußert.
Alle haben sie mitgemacht und aus Trotz gegen den ach so schlimmen Bürgermeister Putzke - der so sehr auf seinem Geld gesessen hat - und hat nun zwei Jahre lang eine großzügige Geldverteilungspolitik betrieben. Für alles mögliche wurde das Geld ausgegeben und Diäten erhöht. Aber zu sehen ist in der Stadt nicht allzu viel - oder? Zu Putzkes Zeiten wurde ein Gewerbegebiet errichtet, die Innenstadt wurde saniert, der Kirchturm mit 310.000DM bezuschusst. Die Schule hat eine moderne Turnhalle, Sportplätze wurden grundsaniert. Die Müglitztalstraße ist neu, das Wohngebiet am Penny ist ein Neubau und so weiter ... und so fort ... und dazu hat Bürgermeister Putzke seinem Nachfolger noch ca. 20. Millionen an Rücklagen übergeben.
Vermutlich sind von diesen Millionen bis Ende des Jahres 2010 nur noch knapp 10. Millionen übrig [jedenfalls nach der Grafik oben] Wo ist nun aber für die 10 Millionen ein Äquivalent in der Kommune zu sehen, was es vorher noch nicht gab oder was vorher noch nicht geplant war? Jetzt stehen wir an dem Punkt, dass etwa Gorknitz ein neues Feuerwehrauto hat, aber das Geld für eine Ganztagsschule ist alle. Die wichtigen Zukunfts-Projekte sind gestrichen.
Ich erinnere hier nochmals daran. Die 10 Millionen sind deine Steuergelder. Es sind Gelder, die anteilig an Lohnsteuern, Mieten, an Grundsteuern oder an Gewerbesteuern gezahlt wurden. Und das dicke Ende kommt erst noch. Wer glaubt, dass dieses nur Zahlenspielereien sind, der irrt. Zahlen wird der Bürger. Wer denn sonst?
*** Hält er uns doof, das wir nicht wissen, wozu ein Bürgermeister da ist, oder ist das mehr eine Abgrenzung gegen Arbeiten, die er nich machen will oden kann??? mehr Infos dazu
[Hier am Ende des Blogbeitrages zur Abwehr gerichtlicher Unterdrückung freier Meinungsäußerung: dieser Beitrag ist überwiegend in satirischer Art gehalten und so formuliert, dass rechtlich keine Einwende erhoben werden können]

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