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Bevor die Dohnaer nun wieder zu ihren geliebten "sachlichen Wahlkampf" kommen dürfen - eine Kritik an der Pirnaer regionalen Sächsischen Zeitung, betreffend der Interviews vom 30. Mai:
Wir leben in Deutschland in einem Land mit einer demokratischen Verfassung. Der Umgang der politischen Gegner untereinander erfolgt unter demokratischen und toleranten Normen. Bei uns ist das so geregelt, das sich die politischen Kontrahenten nicht gegenseitig physisch bekämpfen, sondern rein verbal. Für diesen politischen Kampf ist vor einer Wahl ein bestimmte Zeit vorgesehen. Das ist die Zeit für den Wahlkampf. In dieser Zeit erwarten wir von unseren jeweiligen Spitzenkandidaten, das sie sich gegenseitig keine Nettigkeiten austauschen, sondern politisch streiten.
Ich sage das, weil die SZ [Pirnaer Lokalteil, 30. Mai 2008] schon mal die Überschrift ihre Berichterstattung über die Dohnaer Bügermeisterkandidaten [Interview] mit "Bizarrere Diskussion" überschriebt. Was ist bizarr, wenn die Beiden ihren Job machen? Zumal es um wirklich wichtige politische Sachthemen geht.
Putzke will doch vom Herrn Dr. Müller nur eine deutlichere Erklärung zu Aussagen, weil dieser sich eben [seltsamer Weise] nicht als CDU Kandidat sieht, sondern wohl Sinngemäß als unabhängiger Kandidat aller Parteien - die Wähler der NPD also mit eingeschlossen.
Der Kandidat der Freien Wähler Friedhelm Putzke kritisiert zu Recht, wenn er sagt: "Viele waren schockiert, als der CDU-Kreisverband „Deutschland, Deutschland über alles“ auf Einladungskarten gedruckt hat. Dr. Müller hat öffentlich dazu geschwiegen.
Und angesprochen auf seine scheinbare „Unabhängigkeit“ [das CDU-Mitglied Dr. Müller kandidiert als „Unabhängiger“], erzählt Dr. Müller gern, er möchte Kandidat aller Parteien sein, folglich auch der NPD. Denn die sei schließlich nicht verboten. Ich finde das schlimm, erst recht bei jemandem, dessen Partei die Demokratie im Namen trägt ..." so Putzke auf seiner Internetseite.
Aber wissen muss man: dieses Thema ist neben den speziellen Dohnaer Stadt-Themen lediglich ein Punkt von vielen.
Interviews sind ein interessante Sache - die eine Seite stellt Fragen - die andere Seite Antwortet. Jeder Verkäufer weiß, das man so die Kunden in eine bestimmte Richtung drängen kann. Beim Staubsaugerverkäufer ist es der Vertag für das Supersauggerät, bei der Zeitung ist es die Schlag-Zeile - so denke ich. Wenn nun das Thema NPD-Wähler das mediale Thema acht Tage vor der Wahl ist, dann hat die SZ auch ihren Anteil dran - und mit Verlaub gesagt: auch das war ein Bärendienst für den Gegenkandidaten.
Naja ... Theater hin ... Theater her ... ich sage es noch mal: wir Freien Wähler erwarten ganz einfach von dem Gegenkandidaten des amtierenden Bürgermeister Putzke, dass er sich klar von der Wählerschaft der NPD distanziert. In dem Interview hat er es nicht getan. Dort geht es mit dem Kahn gekonnt um die Klippen trüber, erdfarbener Gewässer: "Ich habe mit den Mitgliedern der in Dohna vertretenen Parteien gesprochen, ... Die NPD gehört nicht dazu [zum Glück, aber nach seinen Aussagen geht es ja um die Wählerschaft aller Parteien und darin eingeschlossen auch die der NPD!]. Dieser Partei muss man die Grundlagen entziehen. das gelingt nicht durch Wahlkampfrhetorik, sondern durch sachliche Politik".
Das ist ein bisschen zu wenig meine ich und zu Recht kann man von einem amtierenden Bürgermeister erwarten, dass er bei diesem Thema Klarheit und klare Positionen verlangt. Das ist doch sicher nicht zu viel verlangt. Was die sachliche Politik betrifft - die hat der Putzke ja gut gemacht. Das jedenfalls meint Herr Dr. Müller. "
Seine letzten 10 Worte im Interview sind die: ..". [es geht um Putzke], der in der Vergangenheit vieles für unsere Stadt geleistet hat.
Also: wo bin ich hier - alle sind lieb. Das ist nun wirklich bizzar.
(Quellen: SZ Pirna Freitag, den 30 Mai 2008) pictokon-blog
Samstag, 31. Mai 2008
kleine Schulung in Demokratie
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